Ente Triennale Strumenti ad Arco - Meldungen

Projekte für die nächste 3 Jahre
In den nächsten 3 Jahren werden Workshops so wie Ausstellungen organisiert.

Die Arbeit von Andrea Amati vorherrscht das 16te Jahrhundert (nota: nel testo inglese è il 17esimo! correggere quello sbagliato). Dies ist der Zeitraum in dem die Musikinstrumente der Familie entwickelt wurden. Es war auch das Jahrhundert, in dem die prächtigsten Familien Europas ein Auge auf Cremona warfen, um Vorherrschaft und Macht auch durch Instrumente, die für die Musik bestimmt waren, auszudrücken. Dadurch erreichte Cremona ihre Führung.

Nach Andrea folgten seine Söhne Antonio und Girolamo, sein Neffe Nicolò, die Familie Guarnieri (nota: scritto Guarneri nel testo inglese!), die weniger bekannte Familie Ruggeri, Antonio Stradivari und Carlo Bergonzi seinen Spuren. Zwei Jahrhunderte fleißiger Arbeit der Dominikanischen Basilika gegenüber. In dieser Zeit wurden das Wissen und die Erfahrung von Andrea Amati von einer Generation zu der anderen übertragen. Zwei Jahrhunderte Innovation in denen Musik die Hauptrolle in Symbiose mit Interpreten und Komponisten spielte. Kontinuierliche Versuche, durch Feinabstimmung der Instrumente, die aufkommenden Bedürfnisse zu erfüllen. In 200 Jahren befestigte Cremona die Führung in der Erschaffung von Instrumenten auf Andrea Amati's Vermächtnis basierend. Dann schien alles plötzlich zu Ende zu gehen. Es war das Jahr 1750. Ein paar Jahre vorher starben Antonio Stradivari und sein Sohn, und Guarnieri del Gesù und Carlo Bergonzi waren auch tot. In einem Brief von Paolo Stradivari vom 1775 erfahren wir, dass Carlo sich die Modelle aus der Werkstatt von Stradivari geliehen hatte und es ist bekannt, dass sie aus Cremona entfernt wurden und als Schmuckstück für die Sammlung von Graf Cozio di Salabue landeten. Heute scheint dieser Vorfall sehr bedeutend. Stradivaris Entwürfe waren weg und Cremona war dabei, ihr Vermächtnis von Wissen und Erfahrung zu verlieren. Alle Zeichen weisen auf eine Unterbrechung in der Kontinuität der materiellen Kultur, die die Führung der Handwerker Cremonas sichergestellt hatte.

Die Instrumente von Stradivari, Amati und Guarnieri waren Vorbild für die europäischen Geigenbauer, das ihre Überlegenheit bestätigt. Aber in Cremona war etwas anders. Warum? Persönliche Wechselfälle, historische Ereignisse, veränderte Zeiten, Revolutionen. Was zeichnet diese Jahre? Woher kann man die ersten Anzeichen von Verlust von Prestige erkennen, von einem Stand, den die Stadt über einen so langen Zeitraum erhalten hatte? Vor allem aber war es wirklich so, oder waren die Geigenbauer Opfer historischer Ereignisse, unabhängig von der Qualität ihrer Arbeit? Dieses sind die Fragen, welche wir uns selber stellen sollten. Nach 3 Jahren orientiert auf die Entwicklung der Geige, was natürlich mit der Geschichte der ersten Geigenbauer Cremonas zusammenhing, stellt sich ein neues und anspruchsvolles Projekt der internationalen Geigenbauer Gemeinschaft vor. Eine Studie, die die Methodik der letzten Jahre verwendet, denn sie ist in den Ergebnissen sowie in der Anerkennung der akademischen Welt erfolgreich gewesen. In den nächsten 3 Jahren werden Workshops sowie Ausstellungen organisiert. Insbesondere wird nächstes Jahr eine Ausstellung über die letzten Jahre der großen Geigenbauschule, von 1730 bis 1750, über den scheinbaren Untergang der Geigenbaukunst Cremonas und über den Schwanengesang, inkl. der legendären Geige des Antonio Stradivari, die im Jahr seines Todes gebaut wurde, organisiert. 2009 wird auf die Familie Bergonzi fokussieren. Man weiß nicht viel über sie, aber die Ereignisse dieser Familie scheinen den Niedergang des Geigenbaugenies der Stadt zu bestätigen. Das ist eine Pflicht Carlo Bergonzi gegenüber, der zu oft vergessene. Eine Chance, seine wunderbaren Instrumente kennenzulernen. 2010 wird der 3-jährige Studiengang mit einem besonderen Fokus auf die Geigenbauer Cremonas des 19ten Jahrhunderts enden. Das Ende einer Führung ist bestätigt, und große Veränderungen passierten. Universale Veränderungen, epochale Revolutionen im Vergleich zu denen die Violine bedeutete wenig oder gar nichts. Trotzdem war Cremona in dieser Hinsicht irreparabel veändert. Dies wird der letzte Termin sein, der zeigen wird, wie historische Ereignisse und individuelle Schicksale zusammen für den Untergang der Führung in der Kunst, welche die Geigenmeister Cremonas damals genossen, verantwortlich sind.

Fausto Cacciatori
Mitglied CdA Ente Triennale

 

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