Ente Triennale Strumenti ad Arco - Meldungen

Eine Stiftung für die Zukunft
die Stiftung Antonio Stradivari ist geboren

Nach über 30-jähriger Tätigkeit sollte jede Vereinigung mal einen Blick auf ihre institutionelle Struktur werfen, um zu sehen, ob sie noch angemessen für die Zeiten ist, oder ob eine gründliche Überarbeitung notwendig ist. Das ist was wir im Laufe der vergangenen zwei Jahre gemacht haben. Wir haben festgestellt, dass die Satzung der Organisation, etabliert in den 80er Jahren, veraltet war aufgrund ihrer Bezeichnung als "Ente Fieristico" (Fair Trade Organization), und die Tatsache, dass das Konzept von "Ente" selbst aus dem neuen bürgerlichen Gesetzbuch gelöscht wurde. Auch wenn es etwas länger dauerte als wir gehofft hatten, haben wir eine Stiftung gegründet, die, da sie in Cremona sitzt, nur nach dem Namen des Besten der Geigenbauer aus unserer Tradition - Antonio Stradivari - genannt werden konnte. Wir wollten auch den Begriff "La Triennale" behalten, da er im Laufe der Jahre durch seine Verbindung zum renommierten Internationalen Triennale Wettbewerb, der in Cremona alle drei Jahre stattfindet und nach wie vor das Kerngeschäft unserer Institution ist, eine international anerkannte Marke geworden ist. Die Stiftung ist eine typische kulturelle Non-Profit Organisation und wird weiter durch ihre Förderung und Sponsoring den Seiteninstrumentenbau insgesamt und nicht nur den aus Cremona fördern. Unterstützung des Geigenbaus bedeutet Förderung des Bewusstseins und die Erforschung der historischen und wissenschaftlichen Aspekte des klassischen Geigenbaus, bedeutet aber auch Unterstützung des zeitgenössischen Geigenbaus und der entsprechenden Verbesserung der Qualität, die -wie wir glauben - auf die Erweiterung des Wissens in diesem faszinierenden und komplexen Bereich basiert . Die allgemeine Regel, die unter dem Begriff "Wissensgesellschaft" bekannt ist, gilt auch für den Bereich des Geigenbaus: diejenigen, die mehr wissen, können eine größere Wertschöpfung bei ihrer Arbeit erreichen. Unsere Aufgabe ist deshalb die Meister Geigenbauer sowie diejenigen, die Interesse an diesen Bereich haben, zu unterstützen. Dies ist also der Grund für die Organisation von Ausstellungen, Tagungen, Podiumsdiskussionen und musikalische Veranstaltungen, die Aufmerksamkeit auf die Instrumente zu lenken die gespielt werden, als auch für die Ausgabe von Publikationen über den Geigenbau. Aufgrund der Rolle, die Cremona in diesem Bereich spielt, kann dies nur in einem internationalen Kontext erzielt werden. Wichtig ist auch die Neuheit, dass die Stiftung in der Lage ist, sich nicht nur mit Seiteninstrumenten zu beschäftigen, sondern auch mit anderen hochwertigen handwerklichen Instrumenten, die "im Zusammenhang mit Geigenbau", laut der Definition der Satzung, definiert werden können. Damit kann die Stiftung ihren Kompetenzbereich zu anderen Arten von Instrumenten, wie z.B. gezupften Instrumenten, aber auch, wenn die Mitglieder so entscheiden, zu anderen Bereichen, erweitern. Die Stiftung ist ein Rechtsinstrument, modern und flexibel in Bezug auf seine interne Organisation und auf die Beteiligung der Privatwirtschaft, die in der Zukunft eine stabile, qualifizierte und bedeutende Rolle spielen soll. Die Zusammenarbeit Öffentlich-Privat ist eine der am meisten innovativen Werkzeuge für eine effiziente Planung im Bereich Kultur, in der Hoffnung, dass weitere steuerliche Vorteile für diejenigen, die in die Kultur in unserem Land investieren, gewährleistet werden. Die neue Organisationsstruktur wird uns neue und effizientere Instrumente zu Verfügung stellen um eine stärkere Kommunikationsfähigkeit und eine größere internationale Erweiterung unserer Pläne zu erreichen. Es ist eine neue Herausforderung, die wir gewinnen wollen. Zum Schluss meiner Ausführungen zu diesem Thema von Cremonaliutaria möchte ich meine tiefe Zufriedenheit für die Ergebnisse dieser drei Jahre Tätigkeit - gewidmet an Andrea Amati - welche mit der wunderbaren Ausstellung über seine Opera Omnia endete, ausdrücken. Es war eine ständige Steigerung der Qualität, Kompetenz und wissenschaftliche Vertiefung, die mit einer erhöhten Wertschätzung und Glaubwürdigkeit auf internationaler Ebene anerkannt wurde. Darum herzlichen Dank an alle Mitarbeiter/innen und vor allem an unsere Direktorin, Virginia Villa, an die verschiedenen Präsidenten und Mitglieder der wissenschaftlichen Ausschüsse, die in den letzten drei Jahren mit uns zusammengearbeitet haben, und zuletzt an alle Institutionen und Organisationen, die uns geholfen haben, diese Ergebnisse zu erreichen.

Paolo Bodini
*Vorsitzender der Stiftung

 

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